oder: Der 15 Euro Weihnachtsdeko-Challenge
oder: Wo finde ich in Lyon Adventskranzkerzen ????
oder: NEIIIIN wir kaufen dieses Jahr keine Kugeln, Anhänger, Figürchen oder Windlichter.
Wir basteln ALLLLLES selber!!!!!
Ja,ja, das hatte und habe ich mir wirklich vorgenommen. Ich wollte das ganze auch noch viel drastischer, wie im Titel schon erwähnt, als harten Weihnachtsdekokonsum- Entzug durchziehen! Und der ambitionierte Posttitel sollte eigentlich 'Der Null-Euro Advent', oder so ähnlich heissen.
Aber. Aber seien wir mal realistisch. Auch wenn ich dieses Jahr beschlossen habe keinen Weihnachtsschnickschnack dazuzukaufen, fallen doch immer Kosten für Bastelzubehör wie Papier, Kleber,etc aber auch Kerzen oder Teelichte an. Ich habe daher mein Budget auf 15Euro festgelegt.
Hochmotiviert fuhr ich daher letzte Woche zu einem Zahnarzt-Shoppping-Tag in meine alte Wahlheimatstadt Lyon....
Mit hängenden Mundwinkeln (im wahrsten Sinne des Wortes: Wurzelbehandlung-ihhh....) musste ich jedoch schnell feststellen dass es ziemlich schwierig werden würde günstige Adventskranzkerzen zu finden.
In Frankreich wird der Advent überhaupt nicht zelebriert, und
die Adventskranztradition kennt hier erst recht niemand.
Daher ist es selbst in einer Riesenstadt wie Lyon schwer, Adventskranztaugliche Kerzen zu finden.
In Deutschland gibt es ab Oktober überall günstig Kerzen zu kaufen. Aber wir waren in diesen Herbstferien leider nicht im Schwabenländle und unser Kerzen ( und Schokolebkuchenherzen)vorrat ist daher in diesem Jahr inexistent. Wobei ich diese Tatsache im Bezug auf die Schokolebkuchen wirklich sehr bedenklich finde.... aber ich schweife ab. Zurück zu den Kerzen:
Nach gefühlten 250 Dekogeschäften mit tollen Kerzen aber auch dementsprechend tollen Preisen- ich brauche immerhin 8 Stück für Wohnzimmer- und Küchentisch- wurde ich schliesslich bei HEMA fündig (Yuppieee, es gibt jetzt auch eine HEMA Filiale in Lyon!!! ) :
4 cremefarbene Stumpenkerzen für je 1,30E = 5,20E
12 lange, weisse Stabkerzen für 4,99E = 1,66E
Von meinen 15 Euro gingen dann also 6,86 Euro für Kerzen weg.
Das passte perfekt in mein Budget und der Lichterchallenge war schon einmal bestanden.
Danach konnte ich mir in meinem gemütlichen 'Stammteesalon' einen Wintertee mit Zimt und Orange gönnen...
Wofür ich die restlichen 8,14 Euro ausgeben werde, und was bei uns so schönes für die Adventszeit gebatelt wird und wurde, erzähle und zeige ich in den nächsten Tagen...
Soviel sei schon gesagt: Unser Hauptmaterial wird Papier sein....
Wenn alles nach Plan läuft, sind meine Adventsarrangements heute Nachmittag fertig. In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal KEINEN klassisch runden aus Tannenreisig hergestellten Adventskranz bei uns. Als vehemente Verteidigerin der uralten und klassischen Vorweihnachtstraditionen, war dies für mich bisher unvrstellbar gewesen. Aber wegen- oder dank- der vielen Pinterest Inspirationen stellt sich bei mir ein gewisses 'laisser aller' und Lust auf Neues ein... Wir bleiben zwar den vier Kerzen treu, aber das drumherum wird heuer anders sein. Mal schauen ob troztdem Weihnachtsstimmung aufkommen wird.
Wie gesagt, die Fotos dazu kommen heute Nachmittag....
In diesem Sinne,
bis später et à toute à l'heure,
Tina
Wie uns Krisen zu Riesen machen. Wie man auch mit bescheidenen Mitteln ein reiches Leben führen kann. Und wie ich das als deutsche Mama in einem französischen 5OO Seelendorf in unseren Alltag umsetze....
Samstag, 26. November 2016
Donnerstag, 24. November 2016
Nusskuchen und -männle
oder: ' Mama, ich liebe Nussmenschen !'.....
.... Kommentar meiner lieben Tochter als wir letzten Sonntag den verwurmten Teil unserer Wal- und Haselnussernte in kleine Nussmännchen verwandelt haben.
Da meine Kleine eben ein echtes Franzosenkind ist, tut Sie sich mit dem deutschen 'CH' schwer und spricht dies, nach französischer Manier als 'SCH' aus.
Da war unser Küchentisch dann voller Nussmännschen- höre: Nussmenschen!!! Wir haben uns dann auf die schwäbische Variante 'Nussmännle' geeinigt ;-)....
Die Männle bestehen ganz klassisch aus einem Walnusskörper auf den eine längliche Haselnuss quer geklebt wird. Auf der flachen Haselnussseite entsteht dann das Gesicht mit aufgemalten Augen, aufgeklebter Holzperlennase und etwas Wattebart. Der spitze Teil der Hasel bildet das Mützchen.
Die Wichtelhälser bekamen Schals aus grüner Filzkordel oder roten Stoffstreifen um die Kleberänder der Heissklebepistole zu kaschieren.
Fertig. Na ja, fast. Eigentlich sollen die kleinen Kerlchen ja einen vermoosten Ast und später unseren Weihnachtsbaum zieren. Ich hab nun allerdings das Problem dass ich nicht weiss wie ich sie aufhängen soll !!! Einen Faden um den Hals wickeln so dass sie wie Gehängte von den Zweigen baumeln ? Hmm, ich weiss nicht... da muss mir noch etwas besseres einfallen....
Hier schon mal ein kleiner Einblick:
Wir hatten dieses Jahr so viele Haselnüsse gesammelt, dass wir zweimal unseren leckeren Lieblingshaselnusskuchen backen konnten. Und Dank unseres Nachbarn der uns netterweise mit Walnüssen versorgt hat, den gleichen auch in der Walnussvariante. Das Rezept habe ich vor einigen Jahren im Netz gefunden und ich- oder besser wir- lieben es ! So simpel und soooo lecker!!!!
Das schwierigeste und Mühsamste bleibt das Nüsse knacken. Aber gekaufte schon gemahlene Nüsse gehen natürlich auch. Die Tütennusspulverbäcker können gleich zum Rezept nach unten scrollen.... Wie gesagt, wir haben unseren eigenen Eichhörnchenvorrat verarbeitet :
Wir hatten viel mehr Haselnüsse aber aus ästhetischen Gründen habe ich für die Fotos einen Teil davon aus der Schale genommen, damit das Mitbringsel aus Marokko besser zur Geltung kommt ;-).
Meine Kinder knacken (zerquetschen würde es bei meinem Sohn besser treffen...) die Nüsse nach Steinzeitmanier !
Das Walnussknacken war eine Sonntagabend-Herzkino-im-Zweiten-Begleitaktion. Oups, ertappt ! Ja, dank Satellitenschüssel (oder Internetmediathek) zieh ich mir gerne mal ne Schnulze rein. Und da dem Inhalt besagter Filme nicht sehr schwer zu folgen ist, kann man dabei fröhlich, knackig, manuellen Beschäftigungen nachgehen....
Nach diesem, an eine Sisyphusarbeit ähneltem Vorgang, werden die Kerne dann zu Puder gemixt.
Für ein besseres Aroma und eine längere Konservierung ( frische Nüsse schimmeln schnell), grille ich die gemahlenen Nüsse in einer beschichteten Pfanne.
So, und TATATATA, hier das superduper Rezept für den köstlichsten Rührkuchen mit Nüssen:
Zutaten:
250g Puderzucker
5 Eier
250g gemahlene Haselnüsse (oder Walnüsse- würde vermutlich auch mit Mandeln oder Kokosnüssen funktionieren)
2 TL Mehl
Eier mit Zucker gut und lange schaumig rühren.
Dann Nüsse und Mehl untermischen
Bei 160 Grad (Umluft) ca 40 Minuten backen (Stäbchenprobe).
Eine Schokoglasur rundet den Geschmack noch perfekt ab.
Habe den Kuchen heute extra für die Blogphotos gebacken- zwei Nachbarn später war dann aber leider nichts mehr übrig. Werde bei nächster Gelegenheit die Nusskuchenphotos 'nachreichen'....
In diesem Sinne.
Bis bald et à bientôt,
Tina
.... Kommentar meiner lieben Tochter als wir letzten Sonntag den verwurmten Teil unserer Wal- und Haselnussernte in kleine Nussmännchen verwandelt haben.
Da meine Kleine eben ein echtes Franzosenkind ist, tut Sie sich mit dem deutschen 'CH' schwer und spricht dies, nach französischer Manier als 'SCH' aus.
Da war unser Küchentisch dann voller Nussmännschen- höre: Nussmenschen!!! Wir haben uns dann auf die schwäbische Variante 'Nussmännle' geeinigt ;-)....
Die Männle bestehen ganz klassisch aus einem Walnusskörper auf den eine längliche Haselnuss quer geklebt wird. Auf der flachen Haselnussseite entsteht dann das Gesicht mit aufgemalten Augen, aufgeklebter Holzperlennase und etwas Wattebart. Der spitze Teil der Hasel bildet das Mützchen.
Die Wichtelhälser bekamen Schals aus grüner Filzkordel oder roten Stoffstreifen um die Kleberänder der Heissklebepistole zu kaschieren.
Fertig. Na ja, fast. Eigentlich sollen die kleinen Kerlchen ja einen vermoosten Ast und später unseren Weihnachtsbaum zieren. Ich hab nun allerdings das Problem dass ich nicht weiss wie ich sie aufhängen soll !!! Einen Faden um den Hals wickeln so dass sie wie Gehängte von den Zweigen baumeln ? Hmm, ich weiss nicht... da muss mir noch etwas besseres einfallen....
Hier schon mal ein kleiner Einblick:
Wir hatten dieses Jahr so viele Haselnüsse gesammelt, dass wir zweimal unseren leckeren Lieblingshaselnusskuchen backen konnten. Und Dank unseres Nachbarn der uns netterweise mit Walnüssen versorgt hat, den gleichen auch in der Walnussvariante. Das Rezept habe ich vor einigen Jahren im Netz gefunden und ich- oder besser wir- lieben es ! So simpel und soooo lecker!!!!
Das schwierigeste und Mühsamste bleibt das Nüsse knacken. Aber gekaufte schon gemahlene Nüsse gehen natürlich auch. Die Tütennusspulverbäcker können gleich zum Rezept nach unten scrollen.... Wie gesagt, wir haben unseren eigenen Eichhörnchenvorrat verarbeitet :
Meine Kinder knacken (zerquetschen würde es bei meinem Sohn besser treffen...) die Nüsse nach Steinzeitmanier !
Das Walnussknacken war eine Sonntagabend-Herzkino-im-Zweiten-Begleitaktion. Oups, ertappt ! Ja, dank Satellitenschüssel (oder Internetmediathek) zieh ich mir gerne mal ne Schnulze rein. Und da dem Inhalt besagter Filme nicht sehr schwer zu folgen ist, kann man dabei fröhlich, knackig, manuellen Beschäftigungen nachgehen....
Nach diesem, an eine Sisyphusarbeit ähneltem Vorgang, werden die Kerne dann zu Puder gemixt.
Für ein besseres Aroma und eine längere Konservierung ( frische Nüsse schimmeln schnell), grille ich die gemahlenen Nüsse in einer beschichteten Pfanne.
So, und TATATATA, hier das superduper Rezept für den köstlichsten Rührkuchen mit Nüssen:
Zutaten:
250g Puderzucker
5 Eier
250g gemahlene Haselnüsse (oder Walnüsse- würde vermutlich auch mit Mandeln oder Kokosnüssen funktionieren)
2 TL Mehl
Eier mit Zucker gut und lange schaumig rühren.
Dann Nüsse und Mehl untermischen
Bei 160 Grad (Umluft) ca 40 Minuten backen (Stäbchenprobe).
Eine Schokoglasur rundet den Geschmack noch perfekt ab.
Habe den Kuchen heute extra für die Blogphotos gebacken- zwei Nachbarn später war dann aber leider nichts mehr übrig. Werde bei nächster Gelegenheit die Nusskuchenphotos 'nachreichen'....
In diesem Sinne.
Bis bald et à bientôt,
Tina
Samstag, 12. November 2016
11. November: 1 Tag, drei Ereignisse
.... oder: Wie wir dem Ende des ersten Weltkrieges mit Konfettilaternen gedenken....
das Datum 11.11 habe ich Jahrelang mit Laternen, 'Durch die Strassen auf und nieder' und Sankt Martinsspiel (mit Klettverschlussverklebten Mantelteilen und Pappschwert :-) ) in Verbindung gebracht.
Hängte man dann an den 11.11 noch die Uhrzeit 11H11 dran, gingen meine Gedanken schon auch ab und an Richtung fünfte Jahreszeit- sprich Fasnet, wie man diese in meiner oberschwäbischen Heimat zu nennen pflegt.
In Frankreich kennt man weder den barmherzigen römischen Soldaten,( was mich bis heute wundert da dieser ja bekanntlich Franzose war), noch das ihm gewidmete Laternenfest , und schon gar nicht die fünfte Jahreszeit- geschweige denn deren Beginn. Karneval beschränkt sich hier ( Nizza mal ausgenommen) auf den 'Mardi Gras' ( 'Fetter Dienstag'). Das ist der Tag vor Aschermittwoch- aber dazu ein ander Mal mehr.
Der 11. November ist hier jedoch trotzdem ein 'richtiger' Feiertag. Mit geschlossenen Schulen und Geschäften. Was gefeiert wird ? Nichts. Jedoch gedenken die Franzosen an diesem Tag ihren Kriegsopfern des ersten Weltkrieges, dessen Ende mit dem Waffenstillstand vom 11.11.1918 besiegelt wurde.
Dafür wird in jeder Stadt und jedem Dorf eine Zeremonie organisiert während der ein Kranz am Kriegsdenkmal niedergelegt wird.
In kleineren Dörfern werden auch die Namen all der Bewohner verlesen die im Krieg für ihr Land gefallen sind.
Wir waren gestern zwar ebenfalls bei der Gedenkfeier ( ich habe Rosa auch schon erklärt was es damit auf sich hat ) aber bei uns, im kleinen alten Häuschen, stand definitif Sankt Martin im Vordergrund.
Anfang der Woche haben wir daher alle drei zusammen Laternen gebastelt.
Da wir die letzten Jahre nach alter Waldorftradition immer dieselben Aquarell-Origami-Laternen gemalt und dann gefaltet hatten, wurde es mal Zeit für etwas Neues.
Und ich habe mich daher für die- aus deutscher Sicht wahrscheinlich sehr klassische und daher fast schon langweilige- Seidenpapierschnipsel-Käseschachtel-Laterne entschieden.
Die Herstellung war für Sieben- als auch für Dreijährige gut machbar.
Die Anleitung kennt wahrscheinlich jeder:
-buntes Seiden- oder Transparentpapier in Schnipsel (Konfettis, wie meine Tochter sagen würde) reissen.
Keine Ahnung warum, mein Sohnemann hat für diesen Arbeitsschritt ganze drei Schüsselchen gebraucht :-)
-Danach die Schnipsel mit Klebestift auf festes weisses Butterbrot- oder Backpergament (ich benutzte Architektenpapier, das ist noch resistenter...)kleben.
-Die Papierbahn muss so lang sein, dass man sie um eine leere Camembertschachtel kleben kann.
-Dass Schnipselgeklebe trocknen lassen- die Arbeit meiner Kinder war hier beendet ;-)
- Danach habe ich mit Heissklebepistole die Transparentbahn um die Käseschachtel geklebt.
- Die Seitenenden müssen dann natürlich ebenfalls miteinander verklebt werden.
-damit das ganze einheitlicher aussieht und um noch etwas mehr Stabilität am oberen Rand zu schaffen, habe ich als Finish noch je einen schmalen Tonkartonstreifen in zu den Schnipsel passenden Farben oben und unten um die Laternen geklebt.
- Fini !!!! Voilà unsere fertigen 'Konfettilaternen':
Gestern Abend zogen wir drei dann singend um die Häuser und mussten natürlich ganz vielen Nachbarn erklären was wir da machen.
Die Urgrosstante meiner Kinder hat ihnen sogar Gummibärchen geschenkt weil sie dachte es sei Halloween :-)....
Wie gesagt, Sankt Martin und die damit verbundenen Traditionen kennt hier niemand.
Obwohl, doch, Rosas Schulfreunde! Ihre Lehrerin bat mich letzten Herbst, einen Nachmittag über deutsche Kultur und Feste anzuleiten. Das Jahresthema ihrer Klasse war nämlich 'Wir reisen um die Welt'. Und da Rosa deutsche Wurzeln hat, wurde auch eine kleine Pause in Deutschland eingelegt. :-)
Das ganze fand letzten November statt. Da habe ich dann kurzerhand ein kleines Martinsspiel improvisiert....
Dazu gibt es aber leider keine Fotos....
Wir bekommen heute Kaffeebesuch. Diesem werden wir Quarkteig-weckmänner nach dem Rezept einer guten Freundin servieren. Es wird mein erster Versuch, und sollte er glücken werde ich das Rezept zum nächsten Martinsfest- sollte ich da immer noch Blog aktiv sein- einstellen....
In diesem Sinne.
Bis bald et à bientôt,
Tina
das Datum 11.11 habe ich Jahrelang mit Laternen, 'Durch die Strassen auf und nieder' und Sankt Martinsspiel (mit Klettverschlussverklebten Mantelteilen und Pappschwert :-) ) in Verbindung gebracht.
Hängte man dann an den 11.11 noch die Uhrzeit 11H11 dran, gingen meine Gedanken schon auch ab und an Richtung fünfte Jahreszeit- sprich Fasnet, wie man diese in meiner oberschwäbischen Heimat zu nennen pflegt.
In Frankreich kennt man weder den barmherzigen römischen Soldaten,( was mich bis heute wundert da dieser ja bekanntlich Franzose war), noch das ihm gewidmete Laternenfest , und schon gar nicht die fünfte Jahreszeit- geschweige denn deren Beginn. Karneval beschränkt sich hier ( Nizza mal ausgenommen) auf den 'Mardi Gras' ( 'Fetter Dienstag'). Das ist der Tag vor Aschermittwoch- aber dazu ein ander Mal mehr.
Der 11. November ist hier jedoch trotzdem ein 'richtiger' Feiertag. Mit geschlossenen Schulen und Geschäften. Was gefeiert wird ? Nichts. Jedoch gedenken die Franzosen an diesem Tag ihren Kriegsopfern des ersten Weltkrieges, dessen Ende mit dem Waffenstillstand vom 11.11.1918 besiegelt wurde.
Dafür wird in jeder Stadt und jedem Dorf eine Zeremonie organisiert während der ein Kranz am Kriegsdenkmal niedergelegt wird.
In kleineren Dörfern werden auch die Namen all der Bewohner verlesen die im Krieg für ihr Land gefallen sind.
An den Seiten des Denkmals sind die Namen aller Gefallenen eingraviert. In unserem Dorf sind das so um die 50. Ganz schön viel, wenn man bedenkt dass es hier nur so um die 600 Einwohner gab.
Damals hat wirklich jeder einen (oder mehrere) liebe(n) Menschen, ob Sohn, Vater, Enkel, Nachbar, etc, verloren....
Das kann man sich heute nur schwer vorstellen.
Wir waren gestern zwar ebenfalls bei der Gedenkfeier ( ich habe Rosa auch schon erklärt was es damit auf sich hat ) aber bei uns, im kleinen alten Häuschen, stand definitif Sankt Martin im Vordergrund.
Anfang der Woche haben wir daher alle drei zusammen Laternen gebastelt.
Da wir die letzten Jahre nach alter Waldorftradition immer dieselben Aquarell-Origami-Laternen gemalt und dann gefaltet hatten, wurde es mal Zeit für etwas Neues.
Und ich habe mich daher für die- aus deutscher Sicht wahrscheinlich sehr klassische und daher fast schon langweilige- Seidenpapierschnipsel-Käseschachtel-Laterne entschieden.
Die Herstellung war für Sieben- als auch für Dreijährige gut machbar.
Die Anleitung kennt wahrscheinlich jeder:
-buntes Seiden- oder Transparentpapier in Schnipsel (Konfettis, wie meine Tochter sagen würde) reissen.
Keine Ahnung warum, mein Sohnemann hat für diesen Arbeitsschritt ganze drei Schüsselchen gebraucht :-)
-Danach die Schnipsel mit Klebestift auf festes weisses Butterbrot- oder Backpergament (ich benutzte Architektenpapier, das ist noch resistenter...)kleben.
-Die Papierbahn muss so lang sein, dass man sie um eine leere Camembertschachtel kleben kann.
-Dass Schnipselgeklebe trocknen lassen- die Arbeit meiner Kinder war hier beendet ;-)
- Danach habe ich mit Heissklebepistole die Transparentbahn um die Käseschachtel geklebt.
- Die Seitenenden müssen dann natürlich ebenfalls miteinander verklebt werden.
-damit das ganze einheitlicher aussieht und um noch etwas mehr Stabilität am oberen Rand zu schaffen, habe ich als Finish noch je einen schmalen Tonkartonstreifen in zu den Schnipsel passenden Farben oben und unten um die Laternen geklebt.
- Fini !!!! Voilà unsere fertigen 'Konfettilaternen':
Gestern Abend zogen wir drei dann singend um die Häuser und mussten natürlich ganz vielen Nachbarn erklären was wir da machen.
Die Urgrosstante meiner Kinder hat ihnen sogar Gummibärchen geschenkt weil sie dachte es sei Halloween :-)....
Wie gesagt, Sankt Martin und die damit verbundenen Traditionen kennt hier niemand.
Obwohl, doch, Rosas Schulfreunde! Ihre Lehrerin bat mich letzten Herbst, einen Nachmittag über deutsche Kultur und Feste anzuleiten. Das Jahresthema ihrer Klasse war nämlich 'Wir reisen um die Welt'. Und da Rosa deutsche Wurzeln hat, wurde auch eine kleine Pause in Deutschland eingelegt. :-)
Das ganze fand letzten November statt. Da habe ich dann kurzerhand ein kleines Martinsspiel improvisiert....
Dazu gibt es aber leider keine Fotos....
Wir bekommen heute Kaffeebesuch. Diesem werden wir Quarkteig-weckmänner nach dem Rezept einer guten Freundin servieren. Es wird mein erster Versuch, und sollte er glücken werde ich das Rezept zum nächsten Martinsfest- sollte ich da immer noch Blog aktiv sein- einstellen....
In diesem Sinne.
Bis bald et à bientôt,
Tina
Donnerstag, 10. November 2016
French culture #1: Kosenamen in Frankreich
.... oder: ça va, ma biche ??
Ein Phänomen, das ich in diesem Ausmaß aus Deutschland überhaupt nicht kannte und kenne, ist der Hang der lieben Franzosen, Freunde, Bekannte, Familie, aber auch Arbeits-/Vereinskollegen oder Nachbarn, mit Kosenamen anzureden.
Ich war sehr erstaunt, als ich an meinem ersten Morgen in Frankreich, vor 16 Jahren, von meiner Gastmutter- ich war damals Au-Pair- mit einem : 'Bonjour, bien dormi, ma biche ?' begrüßt wurde.
Übersetzt heisst das soviel wie: ' Guten Morgen, gut geschlafen, mein Reh ?'
Damals hab ich noch etwas unsicher in meinem Wörterbuch nachgeschlagen um sicher zu gehen, dass ich auch wirklich genau gehört hatte und konnte meinen Rehaugen kaum glauben: Ich hatte richtig verstanden !
Ich habe dann sehr schnell bemerkt:
In Frankreich wird immer und überall gekosenamt.
Selbst Männer unter ihresgleichen sind da sehr kreativ. In diesem Fall ist die Wortwahl eben etwas männlicher und oft unter der Gürtellinie. ( worauf ich nicht tiefer eingehen werde ;-).)
Häufig höre ich hier ein: 'ça va mon vieux' ? übersetzt: 'wie gehts, mein Alter ? Ich weiss, das sagt man in Deutschland auch zwischen Kumpels. Aber dass ein Chef so seinen Angestellten begrüßt ist da eher unwahrscheinlich. In Frankreich geht das. Wenn natürlich auch nicht immer und überall.
Männer nennen hier auch mal eine Bekannte, Schwägerin oder Kollegin ma belle (meine Schöne), ma jolie (meine Hübsche), ma caille (meine Wachtel) oder ganz einfach ma chérie ( wörtlich übersetzt: 'meine Teure'. Aber es ist hier eher die Äquivalente zu 'mein Schatz'), ohne dass dies moralisch deplaziert oder zu intim wirken könnte.
Einer meiner ehemaligen Arbeitgeber begrüsste mich zum Beispiel jeden Morgen mit einem:
'Ca va, mon poussin ?' heisst soviel wie 'Wie geht's, mein Küken ?'
Der Kellner, der mir in meinem Stammbistro jeden morgen meinen Kaffee servierte nannte mich immer ' ma beauté' (meine Schönheit).
Und mein Ex-Schwager fragt jedes Mal wenn er mich sieht: 'quoi de neuf, ma Poulette?' ( 'was gibts Neues, kleine Henne ?')
Und wie gesagt, ohne dass dies in irgendeiner Weise anzüglich wäre oder falsch interpretiert werden könnte. So sind sie eben, die französischen Männer. Charmeure durch und durch. Aber sie kennen die Grenzen. Kosenamen sind da so etwas wie Automatismen. Nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger. Und erst einmal daran gewöhnt, findet Frau ( und ich persönlich auch ;-) ) diese Art der Begrüssung sehr angenehm.
Als leicht übertrieben empfinde ich jedoch auch nach all den Jahren hier die Extremkosenamerei der Französinnen. Unter Freundinnen, Kolleginnen, Verwandten, auch wenn sie sich nicht nahestehen (und oft gerade dann: es verstehe einer die Frauen :-).... ), wird da mit Tieren und anderem Koseschnickschnack nur so um sich geworfen:
Ma puce ( mein Floh), mon lapin (mein Kaninchen), ma poule ( meine Henne), mon canard ( meine Ente), ma biche ( mein Reh) mon chaton (mein Kätzchen), ma belle ( meine Schöne), mon ange ( mein Engel), ma gazelle ( meine Gazelle), ma chérie ( mein Schatz), belle plante ( schöne Pflanze), mon amour ( meine Liebe) ..... um nur ein paar zu nennen....
....und ich vergessse natürlich ganz viele....
Meine Zumba-Lehrerin schreit uns immer ein 'on y va les cocottes' ( heisst soviel wie 'jetzt gehts loss, ihr Hühnchen), am Anfang jeder Kursstunde zu.
Und meine Freundin A. sagt nach jeder getroffenen Vereinbarung oder Verabredung: ' ça roule ma poule!' ( könnte man mit 'Abgemacht, meine Henne!' übersetzen.
Man bemerke: Federvieh ist gross 'en vogue' ;-).
Wie gesagt, die Französinnen mögen es gerne theatralisch- für meinen deutschen Geschmack oft schon etwas überheblich- untereinander. Selbst SMS werden da mit gaanz viel ma biche, belle, douce, etc und noch viel mehr Kuss-smileys angereichert....
Tja, was aus einem Männermund angenehm klingt, finde ich bei Frauen gewöhnungsbedürftig.
--- wie immer: ich gebe hier nur meine gaaaanz persönliche Ansicht wieder !!!!
(--- und ein bisschen hat die Kosemanie auch schon auf mich abgefärbt. Ich nenne mittlerweile einige Freundinnen 'ma belle'. Aber nur die ganz engen. Und Geflügelnamen gehen gar nicht. Vielleicht werde ich das in 10 Jahren anders sehen...)
Ganz lustig sind die erfundenen Wörter. Hier lassen es die Frenchies kreatiftechnisch richtig krachen: mon chouchou, ma choupette, ma choupinette, mon loulou, ma louloutte, ma poupoune.... klingt doch super, oder ?? :-)))) Und Männer untereinander nennen sich auch gerne einmal ' coco'.
Zwischen Eltern und Kindern verhält es sich wie in Deutschland, denke ich. Da ist alles erlaubt was dem Kind später einmal peinlich sein könnte ;-).....
Und unter Paaren? Hier gilt die selbe Regel wie für die Kinder! Nebst dem grossen Klassiker und Salontauglichen: chéri(e).
Wie kreatif die Kosenamenvergabe in anderen Ländern ist, weiss ich nicht und habe auch beim googlen nichts nennenswertes darüber gefunden. Es würde mich aber sehr interessieren.
Also, falls sich irgendwann einmal irgendjemand auf diesen Blog verirren ( und diesen Post bis zum Schluss lesen) sollte der mit mir seine Kosenamen-Erfahrungen in seinem (Adoptiv)land teilen möchte, würde ich mich darüber sehr freuen !
In diesem Sinne,
Bis bald et à bientôt, les loulous !
Tina
Ein Phänomen, das ich in diesem Ausmaß aus Deutschland überhaupt nicht kannte und kenne, ist der Hang der lieben Franzosen, Freunde, Bekannte, Familie, aber auch Arbeits-/Vereinskollegen oder Nachbarn, mit Kosenamen anzureden.
Ich war sehr erstaunt, als ich an meinem ersten Morgen in Frankreich, vor 16 Jahren, von meiner Gastmutter- ich war damals Au-Pair- mit einem : 'Bonjour, bien dormi, ma biche ?' begrüßt wurde.
Übersetzt heisst das soviel wie: ' Guten Morgen, gut geschlafen, mein Reh ?'
Damals hab ich noch etwas unsicher in meinem Wörterbuch nachgeschlagen um sicher zu gehen, dass ich auch wirklich genau gehört hatte und konnte meinen Rehaugen kaum glauben: Ich hatte richtig verstanden !
Ich habe dann sehr schnell bemerkt:
In Frankreich wird immer und überall gekosenamt.
Selbst Männer unter ihresgleichen sind da sehr kreativ. In diesem Fall ist die Wortwahl eben etwas männlicher und oft unter der Gürtellinie. ( worauf ich nicht tiefer eingehen werde ;-).)
Häufig höre ich hier ein: 'ça va mon vieux' ? übersetzt: 'wie gehts, mein Alter ? Ich weiss, das sagt man in Deutschland auch zwischen Kumpels. Aber dass ein Chef so seinen Angestellten begrüßt ist da eher unwahrscheinlich. In Frankreich geht das. Wenn natürlich auch nicht immer und überall.
Männer nennen hier auch mal eine Bekannte, Schwägerin oder Kollegin ma belle (meine Schöne), ma jolie (meine Hübsche), ma caille (meine Wachtel) oder ganz einfach ma chérie ( wörtlich übersetzt: 'meine Teure'. Aber es ist hier eher die Äquivalente zu 'mein Schatz'), ohne dass dies moralisch deplaziert oder zu intim wirken könnte.
Einer meiner ehemaligen Arbeitgeber begrüsste mich zum Beispiel jeden Morgen mit einem:
'Ca va, mon poussin ?' heisst soviel wie 'Wie geht's, mein Küken ?'
Der Kellner, der mir in meinem Stammbistro jeden morgen meinen Kaffee servierte nannte mich immer ' ma beauté' (meine Schönheit).
Und mein Ex-Schwager fragt jedes Mal wenn er mich sieht: 'quoi de neuf, ma Poulette?' ( 'was gibts Neues, kleine Henne ?')
Und wie gesagt, ohne dass dies in irgendeiner Weise anzüglich wäre oder falsch interpretiert werden könnte. So sind sie eben, die französischen Männer. Charmeure durch und durch. Aber sie kennen die Grenzen. Kosenamen sind da so etwas wie Automatismen. Nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger. Und erst einmal daran gewöhnt, findet Frau ( und ich persönlich auch ;-) ) diese Art der Begrüssung sehr angenehm.
Als leicht übertrieben empfinde ich jedoch auch nach all den Jahren hier die Extremkosenamerei der Französinnen. Unter Freundinnen, Kolleginnen, Verwandten, auch wenn sie sich nicht nahestehen (und oft gerade dann: es verstehe einer die Frauen :-).... ), wird da mit Tieren und anderem Koseschnickschnack nur so um sich geworfen:
Ma puce ( mein Floh), mon lapin (mein Kaninchen), ma poule ( meine Henne), mon canard ( meine Ente), ma biche ( mein Reh) mon chaton (mein Kätzchen), ma belle ( meine Schöne), mon ange ( mein Engel), ma gazelle ( meine Gazelle), ma chérie ( mein Schatz), belle plante ( schöne Pflanze), mon amour ( meine Liebe) ..... um nur ein paar zu nennen....
....und ich vergessse natürlich ganz viele....
Meine Zumba-Lehrerin schreit uns immer ein 'on y va les cocottes' ( heisst soviel wie 'jetzt gehts loss, ihr Hühnchen), am Anfang jeder Kursstunde zu.
Und meine Freundin A. sagt nach jeder getroffenen Vereinbarung oder Verabredung: ' ça roule ma poule!' ( könnte man mit 'Abgemacht, meine Henne!' übersetzen.
Man bemerke: Federvieh ist gross 'en vogue' ;-).
Wie gesagt, die Französinnen mögen es gerne theatralisch- für meinen deutschen Geschmack oft schon etwas überheblich- untereinander. Selbst SMS werden da mit gaanz viel ma biche, belle, douce, etc und noch viel mehr Kuss-smileys angereichert....
Tja, was aus einem Männermund angenehm klingt, finde ich bei Frauen gewöhnungsbedürftig.
--- wie immer: ich gebe hier nur meine gaaaanz persönliche Ansicht wieder !!!!
(--- und ein bisschen hat die Kosemanie auch schon auf mich abgefärbt. Ich nenne mittlerweile einige Freundinnen 'ma belle'. Aber nur die ganz engen. Und Geflügelnamen gehen gar nicht. Vielleicht werde ich das in 10 Jahren anders sehen...)
Ganz lustig sind die erfundenen Wörter. Hier lassen es die Frenchies kreatiftechnisch richtig krachen: mon chouchou, ma choupette, ma choupinette, mon loulou, ma louloutte, ma poupoune.... klingt doch super, oder ?? :-)))) Und Männer untereinander nennen sich auch gerne einmal ' coco'.
Zwischen Eltern und Kindern verhält es sich wie in Deutschland, denke ich. Da ist alles erlaubt was dem Kind später einmal peinlich sein könnte ;-).....
Und unter Paaren? Hier gilt die selbe Regel wie für die Kinder! Nebst dem grossen Klassiker und Salontauglichen: chéri(e).
Wie kreatif die Kosenamenvergabe in anderen Ländern ist, weiss ich nicht und habe auch beim googlen nichts nennenswertes darüber gefunden. Es würde mich aber sehr interessieren.
Also, falls sich irgendwann einmal irgendjemand auf diesen Blog verirren ( und diesen Post bis zum Schluss lesen) sollte der mit mir seine Kosenamen-Erfahrungen in seinem (Adoptiv)land teilen möchte, würde ich mich darüber sehr freuen !
In diesem Sinne,
Bis bald et à bientôt, les loulous !
Tina
Samstag, 5. November 2016
Eine Herbstgirlande für die Küche
.... oder: neues Leben für Geschenkpapier
Ich habe unsere Küche neu gestrichen. Oder zumindest einen Teil davon. Na ja, eigentlich nur eine Wand. Aber dazu nähere Details in einem anderen Post.
Warum ich das trotzdem erzähle ?
Darum: Neue Wand = neue Deko = neues Bastelprojekt mit Rosa.
Logisch, oder ?
Beim Aufräumen habe ich einen Reste herbstliches Geschenkpapier gefunden.
Darauf sind sehr filigranes Herbstlaub, Beeren und Nüsse in zarten Pastell- und Brauntönen abgedruckt.
Eigentlich wollte ich ja zuerst die ganze Bahn wie eine Tapete hinter unseren Esstisch pinnen.
Aber das sah irgendwie billig aus.
Daher haben Rosa und ich kurzerhand entschlossen, Elemente aus dem Papier auf festes weisses Aquarellpapier zu kleben, auszuschneiden und die einzelnen Teile dann zu einer Girlande aufzufädeln.
Gesagt, getan.
Voilà le résultat.
Und hier die fertige Girlande:
Man könnte natürlich zwischen die einzelnen Papierteile auch noch diverse Perlen oder Herbstfrüchte wie z.B. Eicheln oderTannenzapfen hängen, aber unsere Girlande sollte flach an der Wand aufliegen.
Deshalb wurde die dünne Baumwollkordel auch nur mit Klebestreifen hinter jedes Papierteil geklebt.
Das wars auch schon wieder vom 'weisse-Kuh-Planeten'.
Bei uns ist richtiges November-regen-schmuddel-wetter und wir werden daher heute unseren ersten Kinderpunsch der Saison trinken... :-)
In diesem Sinne.
Bis bald et à bientôt,
Tina
Ich habe unsere Küche neu gestrichen. Oder zumindest einen Teil davon. Na ja, eigentlich nur eine Wand. Aber dazu nähere Details in einem anderen Post.
Warum ich das trotzdem erzähle ?
Darum: Neue Wand = neue Deko = neues Bastelprojekt mit Rosa.
Logisch, oder ?
Beim Aufräumen habe ich einen Reste herbstliches Geschenkpapier gefunden.
Darauf sind sehr filigranes Herbstlaub, Beeren und Nüsse in zarten Pastell- und Brauntönen abgedruckt.
Eigentlich wollte ich ja zuerst die ganze Bahn wie eine Tapete hinter unseren Esstisch pinnen.
Aber das sah irgendwie billig aus.
Daher haben Rosa und ich kurzerhand entschlossen, Elemente aus dem Papier auf festes weisses Aquarellpapier zu kleben, auszuschneiden und die einzelnen Teile dann zu einer Girlande aufzufädeln.
Gesagt, getan.
Voilà le résultat.
Und hier die fertige Girlande:
Man könnte natürlich zwischen die einzelnen Papierteile auch noch diverse Perlen oder Herbstfrüchte wie z.B. Eicheln oderTannenzapfen hängen, aber unsere Girlande sollte flach an der Wand aufliegen.
Deshalb wurde die dünne Baumwollkordel auch nur mit Klebestreifen hinter jedes Papierteil geklebt.
Das wars auch schon wieder vom 'weisse-Kuh-Planeten'.
Bei uns ist richtiges November-regen-schmuddel-wetter und wir werden daher heute unseren ersten Kinderpunsch der Saison trinken... :-)
In diesem Sinne.
Bis bald et à bientôt,
Tina
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